23. Mai 2014
Oberbürgermeister Dirk Elbers würdigt Jugendförderung im Düsseldorfer Norden

Am 19.05.2014 lud Oberbürgermeister Dirk Elbers die maßgeblichen Akteure und Netzwerkpartner der Jugendberufshilfe für den Düsseldorfer Norden zu einem Unternehmer- und Mittelstandsfrühstück in die Lantz’sche Villa nach Lohausen.

(Vordere Reihe von links: Johannes Pfeiffer, Dirk Elbers, Andreas-Paul Stieber, Burkhard Hintzsche - Hintere Reihe von links: Peter Frymuth, Edwin Pütz, Jürgen Gocht, Dr. Christian Henke, Peter Walbröl)

In seiner Ansprache zog der Oberbürgermeister für die Landeshauptstadt zunächst eine positive Bilanz der Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik und würdigte insbesondere das Engagement der Akteure für die Stadt und speziell des Düsseldorfer Netzwerks im Düsseldorfer Norden bei der Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit und Jugendkriminalität.

Der Beigeordnete Burkhard Hintzsche machte in seinem Redebeitrag die Gründe für die Vorreiterstellung der Stadt bei der Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit deutlich: So z.B. die Konstruktion des Jubendjobcenters als One-Stop-Agency, in der mit der Agentur für Arbeit, dem Jobcenter und dem Jugendamt seit 2008 alle maßgeblichen Akteure unter einem Dach sitzen, gemeinsam beraten und vermitteln sowie die innovativen rechtskreisübergreifenden Projektentwicklungen und Finanzierungen.

Auch der Chef der Düsseldorfer Agentur für Arbeit Johannes Pfeiffer bekräftigte die Funktionalität des Jugendjobcenters und dessen Anteil an der Reduzierung der Jugendarbeitslosigkeit in Düsseldorf und gab einen Überblick über das gemeinsame rechtskreisübergreifende Arbeitsmarkt- und Integrationsprogramm 2014.

Angesichts der hohen Jugendarbeitslosigkeit bis zu 56% in Südeuropa könnte man bei einem Prozentsatz von 5,9% in Düsseldorf meinen, dass wir hier nur noch ein marginales, wenn nicht sogar „vernachlässigbares“ Problem haben. Aber das – so die einhellige Auffassung aller Beteiligten – sind immer noch 1649 junge Menschen zuviel.

Deshalb lassen die Stadt Düsseldorf, die Arbeitsagentur und das Jobcenter nichts unversucht, und gehen dabei neue Wege, um keinen jungen Menschen im Übergang ins Berufsleben zurückzulassen.

Drei der innovativen Projekte vor, die in Lohausen von der JBH umgesetzt werden, stellte Peter Walbröl – jeweils unterstützt durch einen relevanten Netzwerkpartner – vor.

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    Zu den Justizprojekten und deren Bedeutung  zog der Jugendrichter und Leiter der JAA Gerresheim Edwin Pütz eine durchweg positive Bilanz: Die zeitnahe Ableistung von Sozialstunden in Verbindung mit einer flankierenden Unterstützung zum Übergang in Ausbildung oder Arbeit trägt offensichtlich Früchte.

  • Mit Blick auf die „Steilvorlage ins Berufsleben“ begründete der langjährige Chef der Fortuna Peter Frymuth und jetzige Vizechef des DFB sein Engagement nicht zuletzt damit, dass sich Fußball nach seinem Verständnis nicht auf Spitzensport reduzieren lässt, sondern  vielmehr eine gesellschaftspolitische und soziale Verantwortung hat.

  • Dr. Christian Henke, Geschäftsführer der Handwerkskammer Düsseldorf, erläuterte die Gründe für die Kooperation im Rahmen der BvB-Pro und machte deutlich, dass die Durchführung von realen Produktions- und Dienstleistungsaufträgen durch die Jugendlichen im Sinne einer Nachwuchsförderung auch den Düsseldorfer Betrieben zugute kommen wird.

Einen konkreten Einblick in dieses Projekt vermittelte den Geladenen dann auch ein Video, das im Auftrag des Bundesministeriums die BvB-Pro der JBH als „best-practice-Beispiel“ präsentierte und damit gleichzeitig auch die bundesweite Bedeutung unterstreicht.

Vor dem informellen Austausch berichtete Jürgen Gocht als Einrichtungsleiter der Niederrheinstraße von der täglichen Arbeit an der Basis und dankte nochmals allen Netzwerkpartnern, insbesondere dem Düsseldorfer Flughafen, für ihre langjährige Unterstützung.

Von dieser Stelle noch mal einen Dank an die Kollegen und Auszubildenden der Eulerstraße, die gewohnt professionell für das Catering und den Service Sorge getragen haben.