22. Juni 2015
Medienevent "Ausbildung statt Stillstand"

Nach zweijähriger Laufzeit haben die 10 Teilnehmer des Projekts "Modularisierte Ausbildung für junge unbegleitete Flüchtlinge" Mitte Juni ihre Prüfungen zur Fachkraft im Gastgewerbe bzw. zur Fachkraft Metalltechnik abgelegt.

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Anlass genug, den Erfolg der Jugendlichen, aber auch der Projektidee am 17.06.2015 in einem entsprechenden Rahmen zu würdigen und dieses innovative Ausbildungsodell einer breiteren Öffentlichkeit vorzustellen.

Unter Beteiligung aller Kooperationspartner der Landesministerien (Familie, Schule und Arbeit), der Stadt Düsseldorf mit der Kommunalstelle für Integration und Bildung sowie der kommunalen Ausländerbehörde, der beteiligten Berufskollegs (Franz-Jürgens und Albrecht-Dürer) und Stiftungen konnten die Jugendlichen ihre Ausbildungsabschlüsse unter reger medialer Beteiligung aus den Händen von Herrn Woehlke (IHK) entgegennehmen.

Familienministerin Ute Schäfer zollte in ihrem Grußwort nicht nur der Leistung der Jugendlichen Respekt, sondern auch den konzertierten Anstrengungen aller Netzwerkpartner, die dieses innovative Konzept realisiert haben.

Die Flüchtlingsbeauftragte der Stadt Miriam Koch schlug den Bogen von diesem gelungenen Beispiel für Integration zur aktuellen Flüchtlingsproblematik an den europäischen Grenzen und plädierte nachhaltig für die humanistischen Werte, die für Europa in dieser Frage verbindlich sein sollten, sowie für eine Verbesserung der Willkommenskultur in der Landeshauptstadt Düsseldorf.

Alle Beteiligten waren sich einig, dass sich die Bilanz des Projektes mehr als sehen lassen kann. Zum einen haben alle 10 Auszubildenden die praktische und 9 die theoretische Prüfung bestanden, 5 von ihnen erlangten ebenfalls die Fachoberschulreife. Neben der soliden Grundlage für die beruflichen Integration konnten durch Verbesserung des Aufenthaltstatus, Arbeitserlaubnisse und die Verbesserung der Wohnsituation auch wesentliche Weichen für die soziale Integration der Jugendlichen gestellt werden.

Entsprechend besteht ein allgemeiner Konsens, das Projekt nicht nur fortzuführen sondern in Kooperation mit dem Elly-Heuss-Knapp-Berufskolleg auch um das Berufsfeld der/des Sozialassistenten/in zu erweitern.

An dieser Stelle auch ein Dank an die Kultur- und Sozialstiftung der Provinzial Rheinland und die Paul-und-Mia-Herzog-Stiftung, die über Spenden die weiteren Integrationsbemühungen für die jungen Menschen unterstützen.

Und last but not least ein großes Lob für die Auszubildenden, die sich derart erfolgreich durch Spracherwerb und Ausbildung durchgebissen haben.