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JBH - Chance für eine Zukunft

Jugendberufshilfe - Düsseldorf

24. Juni 2015
Medienpädagogisches Projekt „Getting a job – Potenziale und Risiken von Facebook und Co“

Im Vorfeld der geplanten medienpädagogischen Projekte des Mädchen- und Jungenarbeitskreises konnte für den 08.06.2015 die Diplom-Sozialpädagogin und Doktorandin Nadine Tournier als Referentin für eine interne Mitarbeitendenfortbildung  der JBH gewonnen werden.

Frau Tournier forscht als Mediensoziologin der Universität Trier zu sozialen Netzwerkplattformen wie Facebook und referierte im Rahmen der vierstündigen Veranstaltung zum Thema „Potenziale und Risiken von Facebook und Co“ im Bewerbungsprozess von Jugendlichen und jungen Erwachsenen.

„Soziale Netzwerkplattformen sind ein Spannungsfeld aus potenziellen Chancen der (kreativen) Teilhabe, sowie möglichen Risiken in Form von Selbst- oder Fremdschädigung in Bezug auf den Bewerbungsprozess“, resümiert Frau Tournier. Immer mehr Arbeitgeber/-innen und Personaler/-innen auch aus kleinen und mittelständischen Unternehmen suchen laut aktueller Studienergebnisse (u.a. BITKOM) nach Informationen über Bewerber/-innen in sozialen Onlinenetzwerken. Ein negativer erster Eindruck (freizügige Bilder; Partybilder; bedenkliche Gruppenmitgliedschaften; Rechtschreibfehler und Beleidigungen; etc.) führt in der Regel dazu, dass die Bewerber/-innen erst gar nicht zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen werden und eine selbstschädigende Onlinereputation besitzen. Dies lässt sich durch die gezielte Aufklärung über Potenziale und Risiken von Onlinenetzwerken vermeiden. Viele Einträge und Verlinkungen können auch im Nachhinein noch durch gezielte Löschvorgänge aus dem Netz beseitigt werden, was die Chancen auf einen Arbeits- und Ausbildungsplatz deutlich erhöht.

Zunehmend mehr Arbeitgeber veröffentlichen zudem freie Stellen auf den Plattformen. Hierzu können Jugendliche und junge Erwachsene befähigt werden, durch eine strategische Kontaktaufnahme und Informationsbeschaffung ihre individuellen Perspektiven auf eine Ausbildung oder einen Job zu verbessern. Je nach Branche bietet es sich auch an, kreative Videobewerbungen zu erstellen um die Aufmerksamkeit im positiven Sinne auf sich zu lenken.

Neben wichtigsten Tipps und eine Leitfaden zur Socialmedianutzung finden Sie untenstehend einige interessante und weiterführende Links zu dem Thema:

Die Ergebnisse der brandaktuellen Studien Recruiting Trends 2014 und Bewerbungspraxis 2014  können Sie hier einsehen:

http://images.monster.com/dege/Studien/2014/RecruitingTrends2014_Vollversion.pdf

http://images.monster.com/dege/Studien/2014/Bewerbungspraxis2014_Vollversion.pdf

Wie können Bewerber/-innen im Netz Eindruck machen?

http://www.sueddeutsche.de/karriere/recherche-von-personalern-womit-bewerber-im-netz-eindruck-machen-1.1612857

Job trotz Interneteskapaden?

http://medien-mittweida.de/49545/job-trotz-interneteskapaden/

Wie sieht die rechtliche Perspektive aus und worauf achten potenzielle Arbeitgeber/-innen in den sozialen Netzwerkplattformen?

http://www.bitkom-consult.de/datenschutz/arbeitgeber-oder-arbeitnehmer-wem-geh%C3%B6ren-die-kontaktdaten-einem-sozialen-netzwerk

http://www.focus.de/finanzen/karriere/arbeitsrecht/tid-16136/datenschutz-duerfen-personaler-nach-bewerbern-googlen_aid_452564.html

http://www.manager-magazin.de/magazin/artikel/a-787385.html

Hier sind noch ein paar empfehlenswerte Seiten zur onlinegestützten Ausbildungs- und Arbeitsplatzsuche aufgelistet:

„Lehrstellenradar“: Zugang zu freien Lehrstellen oder Praktikumsplätzen in aktuellen Handwerksberufen

http://www.lehrstellen-radar.de

„Gut ausgebildet“: Information über Ausbildungsberufe

http://www.gutausgebildet.de/

„Mein Plan B“: bietet Online-Beratung zwischen Schule und Beruf

http://www.mein-planb.de/

„Ich hab Power“: Kommunikationsplattform für Schüler in der Phase der Berufsfindung mit Informationen und interaktiven Übungen.

http://www.ichhabpower.de/Home.aspx