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JBH - Chance für eine Zukunft

Jugendberufshilfe - Düsseldorf

13. Januar 2016
Potenzialanalyse

Seit dem Schuljahr 2014/15 führt die JBH im Rahmen von „Kein Abschluss ohne Anschluss“ (KAoA) Potenzialanalysen mit Schülerinnen und Schülern der 8.Klasse aus verschiedenen Schultypen durch.
Im laufenden Schuljahr konnten insgesamt 140 Potenzialanalyse mit dem Marie-Curie-Gymnasium durchgeführt werden. Eine der Schülerinnen hat dabei die mit uns gemachten Erfahrungen zusammengefasst:

Schule zu Ende und dann? - Schülerinnen und Schüler erfahren, was in ihnen steckt
Am 25. November besuchte die Klasse 8C des Marie-Curie-Gymnasium das Berufsbildungswerk. Dort wurde eine Potenzialanalyse der Schülerinnen und Schüler durchgeführt. Vor allem wurde sehr viel Wert darauf gelegt, die Stärken und das Potenzial der Schülerinnen und Schüler herauszufinden. Die Schwächen der Jugendlichen spielten an diesem Tag keine Rolle.
Morgens um 8:30 Uhr, nachdem die Schülerinnen und Schüler der Klasse 8c eigenständig in der Oberbilkerallee 231a angekommen waren, ging es los. Die Klasse wurde in Gruppen á drei bzw. vier Personen eingeteilt, in denen dann die verschiedenen Aufgaben durchgeführt wurden. Insgesamt gab es sechs verschiedene Übungen, die auf verschiedene Berufsfelder spezialisiert waren. Während die Achtklässler die Übungen durchführten, wurden sie von jeweils einem „Experten“ beobachtet, bewertet und die Ergebnisse wurden notiert. Nachdem die Schülerinnen und Schüler die Aufgaben gemeistert hatten, erhielten sie eine kurze Rückmeldung des Beobachters. Danach bekamen sie den Auftrag, einen Zettel auszufüllen, auf dem sie sich, aber auch die jeweilige Aufgabe allgemein bewerten sollten. Dieses Vorgehen erfolgte bei allen sechs anderen Übungen genauso. Unter anderem durften die Schülerinnen und Schüler in eine, für den ein oder anderen sehr ungewohnte Rolle schlüpfen. Sie sollten unter anderem hinter einem Obststand einen Kunden bedienen, wobei natürlich Freundlichkeit, Kundenorientierung und rechnerisches Können gefragt war. Oder sie sollte ein Regal zusammen bauen, bei dem handwerkliches Können überprüft wurde. Diese völlig neuen Situationen waren für viele Schüler natürlich erst sehr ungewohnt, aber den meisten hat es richtig Spaß gemacht, solch eine neue Erfahrung zu machen. Zum Abschluss durften die Jugendlichen innerhalb der ganzen Klasse noch einmal erzählen, was ihnen viel bzw. weniger Spaß gemacht hat. Tatsächlich stellte sich heraus, dass die meisten Schülerinnen und Schüler sich bei der Teamarbeit-Aufgabe wiedergefunden haben und es ihnen gut gefallen hat, in der Gruppe zu arbeiten. Bei dieser Aufgabe ging es darum, gemeinsam, im Team einen Mordfall zu lösen.
Um 15:00 Uhr war die Potenzialanalyse zu Ende und die Schülerinnen und Schüler durften nach Hause fahren.
In der Woche darauf stand das Ergebnis der Potenzialanalyse fest und die Leistungen der Jugendlichen wurden analysiert und ausgewertet. Am Montag, dem 30. November kamen drei der Beobachter in die Schule der 8c und teilten den Schülern nacheinander, innerhalb von jeweils 20 Minuten, das Ergebnis mit. Viele Schülerinnen und Schüler haben durch diese tolle und ausführlich durchgeführte Potenzialanalyse neue Stärken an sich kennengelernt, welche den Jugendlichen später evtl. sogar bei der Berufswahl oder erst einmal bei ihrem Studium helfen könnten.
Carlotta Gießen (8C)