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Jugendberufshilfe - Düsseldorf

15. Juli 2016
Interkultureller Rundgang durch Oberbilk

Am 06.07.2016 hatten 27 Jugendliche sowie 5 Mitarbeitende aus der Jugendwerkstätten Emmastraße und Aldekerkstraße die Gelegenheit, unter Führung von Dirk Sauerborn im Rahmen eines interkulturellen Rundgangs durch Oberbilk Einblicke in andere Kulturen und Religionen zu gewinnen.

Angebote für interkulturelle und interkonfessionelle Begegnungen verstehen sich auch als Teil der Präventionsinitiative „Klar im Kopf“, die sich gegen politischen und religiösen Radikalismus positioniert und sich für Verständnis und tolerantes Miteinander stark macht. Und hier ist Herr Sauerborn nicht nur als Polizist, sondern auch als Vorstandsmitglied von Wegweiser e.V. für die Jugendberufshilfe der ideale Ansprechpartner.

Nach einem gut zweistündigen Vorbereitungsgespräch am Vortag, bei dem die Jugendlichen auch viele Fragen an Herrn Sauerborn zu seiner Arbeit als Kontaktbeamten vor Ort hatten, ging es am Mittwoch nach dem Frühstück zunächst zur Fetih Camii-Moschee auf der Oberbilker Allee.

Einen ungewöhnlichen Einblick in einen völlig anderen Kulturkreis konnten die  Jugendlichen bei der Russisch-Orthodoxen Gemeinde auf der Ellerstraße gewinnen.

Für viele vermutlich der erste Kontakt mit russischer Literatur: Das Liebesgedicht von Puschkin, das Herr Sauerborn an der Puschkin-Büste am Oberbilker Markt vortrug.

Im schroffen Kontrast hierzu: Die Gedenktafel für den Juden Moritz Sommer, der hier 2 Tage vor dem Einmarsch der Alliierten von einer Heeresstreife erhängt wurde.

Nach dem Besuch der Evangelischen Kirche auf der Kruppstraße standen mit dem Besuch des islamischen Bestattungsunternehmens El Founti, Has Döner und dem Hammam am Mintropplatz die islamisch-arabische Kultur im Vordergrund.

Die Jugendlichen, die den dreieinhalbstündigen Rundgang am nächsten Tag in Form einer Wandzeitung dokumentierten und nachbearbeiten, zeigten sich durchweg beeindruckt sowohl von der Andersartigkeit als auch der Offenheit und Gastfreundlichkeit. So fühlte sich z.B. Jil V. in der spirituellen Atmosphäre der Moschee und der Russisch-Orthodoxen Kirche besonders wohl. Und auch Aleksandar Stankovic zieht entsprechend Bilanz: „Der Rundgang hat mir persönlich sehr gefallen, weil ich neue Kulturen kennenlernen konnte. Auf jeden Fall konnte ich viele Erfahrungen sammeln und kann den Rundgang jedem empfehlen.“

An dieser Stelle nochmals einen Dank an Herrn Sauerborn.