25. September 2011
Megapolis zu Besuch im Dorf

Als Stadttochter entspricht die JBH grundsätzlich gerne den Anfragen der Stadt, internationale Gäste in ihren Räumlichkeiten zu begrüßen.  So auch, als uns kurzfristig der Besuch einer chinesischen Delegation aus Chongqin für den 22.09.2011 avisiert wurde.  Für die bislang doch recht kenntnissfreien Gastgeber der „Weltstadt Düsseldorf“  förderte ein Blick in Wikepedia Erstaunliches zutage:

Düsseldorfs Partnerstadt Chongqin kann als „regierungsunmittelbare Stadt“ mit 30 Millionen Einwohnern und einem Verwaltungsgebiet von der Größe Österreichs als „die größte Stadt der Welt“ gelten. Das „Chicago Chinas“ boomt in wirtschaftlicher, wie kultureller Hinsicht und ist eine der ersten Adressen für ausländische Investoren in China.

Die Delegation des Policy Study Office of CPC Chongqin Comittee, die von Vizedirektor Dr. Lianyin Wen angeführt wurde, hatte gegenüber der Stadt Düsseldorf den Wunsch geäußert, vor Ort mit einem Träger ins Gespräch zu kommen, der sich die Förderung Benachteiligter und die Bekämpfung von Jugendarbeitslosigkeit zum Ziel gesetzt hat.

Peter Walbröl begrüßte die Gruppe, die städtischerseits von Frau Schiewer begleitet wurde, in den Räumen der Geschäftsleitung und vermittelte zunächst einen Überblick über Aufgaben, Zielgruppen, Maßnahmeangebote und Organisationsstruktur der JBH. Bemerkenswert war die Offenheit und das profunde Interesse der Deligierten: So verlangten die dezidierten Nachfragen zu hochkomplexen Fragestellungen der Förderlogik, der Maßnahmespezifika, den jeweiligen Finanzierungen oder zum Ausschreibungswettbewerbs der Träger dem hochkompetenten Übersetzer einiges ab.

Im Anschluss konnten dann mit der Recyclingwerkstatt und der „Zerspanerhalle“ zwei repräsentative Ausbildungsstätten besucht werden.

 

Die chinesischen Besucher würdigten nicht nur die Kreativität
der Recyclingprojekte, sondern hatten auch Gelegenheit, an der
CNC-Maschine selbst Hand anzulegen.

So fertigte Dr. Wen – unter fachlicher Anleitung von Pascal Habermann - seinen
eigenen Düsseldorfer Rheinturm.

Der anschließende Besuch des Ausbildungsrestaurants „L’Abbaye“ rundete den Besuch dann auch kulinarisch ab. In gelöster Stimmung hatten ungeachtet der deutsch-englisch-chinesischen Sprachverwirrung alle Beteiligten sichtlich Interesse an gegenseitigem Informationsaustausch und einem kulturellen Dialog, bei dem auf beiden Seiten das eine oder andere Stereotyp oder auch Halbwissen auf der Strecke blieb.

So zeigte sich insbesondere ein Delegationsmitglied sichtlich erleichtert, nach dessen Kenntnisstand in Deutschland generelles Rauchverbot herrsche. Spätestens nach der gemeinsamen Zigarette lösten sich diese  Befürchtungen in Rauch auf.