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JBH - Chance für eine Zukunft

Jugendberufshilfe - Düsseldorf

16. Mai 2013
Werkstattgespräch wörtlich genommen: Landtagsabgeordnete zu Gast bei der JBH

Vor etwa einem Jahr hat die Landesregierung begonnen, das "Neue Überganssystem Schule – Beruf" in NRW umzusetzen. Aus Sicht der Jugendhilfeträger ist es somit an der Zeit, eine vorläufige Bilanz zu ziehen und Erfahrungen und Bedenken mit den politischen Entscheidungsträgern zu kommunizieren.

(v.l.n.r.: Gerda Kieninger, Rainer Bischoff, Marion Warden, Daniela Jansen)

Auf Einladung von Peter Walbröl, Geschäftsführer der JBH Düsseldorf und Vorsitzender der Landesarbeitsgemeinschaft  örtlich-regionaler Träger (LAG ÖRT), fanden sich am 08.05.2013 neben den Vertretern der LAG vier SPD-Abgeordnete des parlamentarischen Fachausschusses Arbeit, Gesundheit und Soziales zu einem  zweieinhalbstündigen "Werkstattgespräch" in der Schlosserwerkstatt auf der Emmastraße ein.

(v.l.n.r.: Bernd Pastoors, Peter Walbröl, Wieland Lehnen, Markus Schäfer-Willenborg, Thomas Ahring)

Trägerseitig bestand Einvernehmen, dass die Maßnahmen des Übergangssystems für einen Großteil der Schulabgänger zielführend sein dürften. Insbesondere mit Blick auf die Zielgruppen der sozial oder individuell beeinträchtigten jungen Menschen besteht aber zu befürchten, dass die Reformen ihren Intentionen, "keinen Jugendlichen zurückzulassen" bzw. allen Schulabgängern eine Ausbildungsstelle zu garantieren, nicht gerecht werden können. Für diese Zielgruppe ist im Gegenteil sogar davon auszugehen, dass sich ihre Chancen auf Ausbildung  eher verschlechtern werden.  Hier besteht aus Sicht der Jugendhilfeträger noch Nachbesserungsbedarf.

Die Ausschussmitglieder zeigten sich sehr interessiert an den Einschätzungen aus der Praxis und waren ebenso offen für Problemfelder und trägerseitige Vorschläge zur Nachjustierung hinsichtlich unserer Zielgruppe.

Nicht zuletzt die ausgesprochen offene und konstruktive Diskussionsatmosphäre trug dazu bei, dass beide Parteien eine Fortsetzung dieser Form von Informations- und Meinungsaustausch ins Auge fassen.